Chorklassen stellen - als eine besondere Form des Klassenmusizierens - das Singen in den Mittelpunkt des Musikunterrichts.
Das ist neu - und doch auch wieder nicht. Denn das Singen in der Schule war erst im Zuge der so genannten "kritischen Musikpädagogik" in den 50er und 60er Jahren in Verruf geraten. Die Folge: Musik wurde bisher im Rahmen kunstwerkorientierter musikdidaktischer Konzeptionen eher analysiert als selber zum Klingen gebracht.
Die Chorklasse bietet eben gegenüber den Formen des Klassenmusizierens mit Bläsern- oder Streichern den großen Vorteil, dass nicht erst Instrumente angeschafft und zusätzlich Instrumentalpädagogen hinzugewonnen werden müssen. Jedes Kind bringt seine Stimmbänder ja mit - und die Lehrkraft ebenfalls!
Bei der Umsetzung von Chorklassen hat sich die Unterstützung und Kooperation durch außerschulischen Fachstellen, insbesondere durch die Chorverbände, bewährt.
Das Konzept der Chorklassen hat sich insbesondere für Grundschulen, jedoch auch an Gymnasien oder Gesamtschulen als praktikabel und zukunftsträchtig erwiesen. In der Chorklasse werden nicht allein die sängerischen und sozialen Kompetenzen der Schüler entwickelt und gefördert - das Modell trägt auch zur Profilbildung einer Schule bei.
Ansprechpartner für das Projekt "Chorklassen" im KreisChorVerband Hildesheim sind der stellvertretende Vorsitzende Josef Jünemann und der Jugendreferent Reinhard Walprecht Reinhard Walprecht.