Startseite Aktuelles Wir über uns Chöre Eltern-Kind-Singen Felix - Zertifizierung Chorklassen Bilder-Galerie Presse Downloadbereich Links
Presse:



Themen:
Aktuelles von Mitgliedschören
Neues von anderen Chören


Allgemein:
Impressum
Kontakt


Neues von anderen Chören

M I R L E   K Ö H L E R   L I E B T   M U S I K   „ Q U E R B E E T “ 

Neue Gospel-Dirigentin in Mehle:
31-Jährige passt bestens zum „Querbe(e)t“-Chorv

Mehle (ol). Der Mehler Gospelchor „Querbe(e)t“ mit seinen 30 Frauen hat eine neue Leiterin: die Diplom-Kulturwissenschaftlerin Mirle Köhler (31) aus Hildesheim. „Ich sehe in der Übernahme des gut aufgestellten Chores eine Herausforderung, die sich mit Sicherheit sehr lohnt, weil ich Potenzial in diesem Chor sehe und glaube, dass wir voneinander viel lernen können“, resümiert sie strahlend nach der Premiere.
Für die Sängerin und Songschreiberin ist es eine neue Aufgabe den Chor weiterzuführen, der seit 1996 etabliert ist. Ins Leben gerufen hat ihn der Dirigent Michael Beet vor 14 Jahren. Der Ruheständler wollte den Chor in jüngere Hände geben und verabschiedete sich mit einem letzten Konzert am 1. Juni in der St.-Urbanus- Kirche in Mehle. Der Klangkörper singt zwei- bis vierstimmig, doch sei er noch ausbaufähig, sagt Köhler. „Die Chorarbeit ist für mich kein Hobby, sondern Arbeit, denn ich lege Wert darauf, dass die Auftritte perfekt sind. Es ist ein großer enthusiastischer Chor und es herrscht eine Superstimmung, dadurch kommt auch was rüber“, so die dynamische Dirigentin.
Beim „Chorleiter-Casting“ hatten sich mehrere Chorleiter vor gestellt, die Wahl fi el auf Mirle Köhler. Sie ist 1979 in Witten/ Ruhr geboren. Ihrem ursprünglichen Plan, Lehrerin für Englisch und Französisch zu werden hat sie nach dem Abitur nur darin entsprochen, dass sie zwar Lehrerin wurde, allerdings für Gesang, Gitarre und Flöte. Sie habe sich zwar immer gesagt: „Lern einen anständigen Beruf“, jedoch sei ihr die Musik stark ans Herz gewachsen. Schon als Kind begeisterte sie sich für den Block- und Querflöte und lernte als Jugendliche Gitarre. Mit 15 Jahren schrieb sie ihr erstes eigenes Lied „One Year“, als Geschenk an ihre erste zarte Liebe. Schon früh zeigte sie ihre Begeisterung für den Gospel und Spirituals.
Als ausgebildete Sängerin und Stimmbildnerin arbeitet Mirle Köhler nun auch als Workshop-Dozentin, beim Gospel- Kirchentag 2008 in Hannover wie auch 2010 in Karlsruhe. Die Sängerin und Songschreiberin beteiligte sich bereits 1994 an einem Projektchor mit 100 Sängern, woraus sich die „Creative Kirche„ in Witten entwickelte. Nach dem Abitur beteiligte sie sich ein Jahr lang an dem Theaterprojekt „Theater Total“ in Bochum, entschied sich dann aber für die musikalische Karriere und absolvierte an der Uni Hildesheim den Studiengang „Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis mit dem Hauptfach Musik“. Ihre Diplomarbeit schrieb sie mit dem Thema „Rock/Popgesang im Selbststudium“. An der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg belegte sie 2006 den Kontaktstudiengang „Popularmusik“. Aus dem Swing-Projekt der Uni Hildesheim ging die Gruppe „Pinkspots“ hervor, in der sie häufi g mit zwei Frauen Songs der 30er Jahre zum Besten gibt. Die Crew lernte sich im Studium kennen. Chanson und Swing bietet sie auch im Duo „Finckh & Köhler“ dar. Zudem arbeitet sie mit der Musicalgruppe „Voices in Motion“ von Ars Saltandi in Himmelsthür zusammen und gibt Flöten- und Gitarrenkurse bei der Evangelischen Familienbildungsstätte. Ferner hat sie viele Schüler für Gesang, Stimmbildung, Sprecherziehung und Atemlehre.
Als Fernziel möchte sie Solisten aus dem Chor ausbilden. Zusätzliche Instrumente, wie Gitarre, Piano oder eine Band können zur Rhythmus-Unterstützung beitragen. Schon stehen neue Termine mit dem Weihnachtskonzert am Sonntag, 5. Dezember, und dem Neujahrskonzert in der Urbanus-Kirche. Über weitere interessierte sangesfreudige Frauen würde sich Mirle Köhler freuen. Geprobt wird Dienstags ab 20. Uhr im evangelischen Gemeindehaus der St.-Urbanus-Kirche.
HAZ-23.11.10



Nach oben

Z U M   A B S C H L U S S   G O S P E L S   I N   G R A S D O R F 

Der Chor „Gospel Unity“ singt in der Nikolaikirche

Grasdorf (hs). Wie eine vertraute alte Bekannte wurde der Chor „Gospel Unity“ aus Königsdahlum in der Nikolaikirche Grasdorf begrüßt. Kein Wunder, waren die Sänger mit ihrer musikalischen Leiterin Ulrike Bourehil doch schon das vierte Mal im evangelischen Gotteshaus zu Gast. Die Veranstaltung war der Abschluss der diesjährigen Konzertreihe in der Kirchengemeinde.
Draußen tobte der Sturm, drinnen bebte die Kirche. Dies allerdings nicht durch die Witterung, sondern die vom Gospelchor ausgelöste Begeisterung der Zuhörer. Im engeren Sinne wird unter Gospel afroamerikanische Kirchenmusik verstanden, die sich durch Jazz- und Blueseinfl üsse auszeichnet. Fröhliche und nachdenkliche Momente sind dicht beieinander, Mitsingen und Mitmachen gehören dazu. In Liedern wie „Clap your hands and sing halleluja“ oder „It´s a good life“ kamen diese Absicht und die Botschaft sehr gut zum Ausdruck. Der Funke sprang sofort auf die Besucher in der bis auf den letzten Platz besetzten Kirche über und machte auch den Chormitgliedern sichtlich Spaß.
„Der Gospelchor besteht seit zehn Jahren, hat sich überregional Gehör verschafft und genießt einen ausgezeichneten Ruf. Dirigentin Bourehil, die auch durchs Programm führte, bewies, dass sie eine begnadete Solistin ist“, sagte Kirchvorsteher Norbert Priebe. Zum gemischten Chor gehören mittlerweile 45 Sänger. Musikalisch wird er von Gennady Plotnikov am Klavier begleitet.
Bourehil und der Pianist lösten als Duett mit dem Lied „You are“ einen Beifallssturm aus. Aber auch andere Chormitglieder traten als Solisten auf. Hervorzuheben sind Lothar Stark bei den Liedern „I bow down“ und „Lord hold me“ sowie Anke Boes bei den Gospels „There is peace“ und besonders bei „Walking on that heavently road“.
Der Chor ist in der letzten Zeit viel herumgekommen und hat im vergangenen Jahr zusammen mit einem Projektchor eine Konzertreise nach Norwegen unternommen. Im kommenden Jahr ist auch eine Konzerttour mit einem Projektchor geplant. Dann wird es nach Südafrika gehen, wo bereits mit einem Chor Kontakt aufgenommen wurde. Geplant ist sogar ein gemeinsamer Auftritt beim nächsten Kirchentag in Deutschland. Mit den afrikanischen Liedern „Malembe“ oder „Shosholoza“, die in Originalsprache vorgetragen wurden, ließ sich das Publikum ein wenig auf Südafrika einstimmen. Dem Chor ist es wichtig, die Besucher mit einzubinden, ihnen Freude beim Einüben und Singen von Gospels nahezubringen und so den Geist der Gospelmusik zu vermitteln: singen und beten.
Die Botschaft wurde vom Chor überzeugend vermittelt und von den Zuhörern angenommen. Dem gelungenen Konzert der „Gospel Unity“ wurde mit stehendem Applaus begeistert gedankt. „Das war sicherlich noch nicht der letzte Auftritt der Sänger in Grasdorf“, meinte Priebe.
HAZ-18.11.10



Nach oben

„ I   W A N T   T O   B E   A   C H R I S T I A N “ 

Pop- und Gospelkonzert der Glory Singers beeindruckt Zuhörer

Hildesheim (km). Tosender Applaus und zwei Zugaben: So endete das Jahreskonzert der Glory Singers am Sonnabend. Besucher erlebten in der gut gefüllten Liebfrauenkirche einen kurzweiligen Abend, der sie in die Welt von Pop- und Gospel führte.
Chorleiterin Julia Schönleiter hatte zu Anfang des Konzerts die Besucher zum Mitmachen aufgefordert, um warm zu bleiben, denn im Vorfeld es gab Probleme mit der Heizung. Hierzu ließ sich das Publikum nicht lange bitten und kam sofort in Stimmung. Bei „Freedom is coming“ oder „California dreaming“ hielt es die Musikfreunde nicht mehr auf den Sitzen.
Chorleiterin Schönleiter, die auch als Solistin überzeugte, hatte mit ihren Sängern ein abwechslungsreiches Programm aus traditionellen und modernen Gospels sowie bekannten Popsongs aus den 1960er Jahren zusammengestellt. Die knapp 40 „Glory Singers“ wurden von Elias Krischke am Schlagzeug, Peter Hübner am Bass, Klaus Böhler am Saxophon und Stefan Wurz am Piano begleitet und sorgten in der Liebfrauenkirche an der Universität sofort für eine tolle Stimmung. Besonderen Applaus erhielten die Solisten Susanne Pracht, Michael Porger, Matthias Reyelt, Annemarie Weber-Brockmann, Beate Wüst, Johannes Bowe und Wolf-Dieter Uhlmann bei ihren Interpretationen von „Lord I want to be a Christian“, „I call your name“ oder „I love you“.
Nun können sich die Fans der Pop- und Gospelmusik auf das nächste Jahreskonzert im Herbst 2011 freuen.
HAZ-16.11.2010



Nach oben

J E T Z T   S I N G E N   S I E   A U C H   N O C H ! 

Grasdorfer nehmen in Salzgitter CD auf
Heinrich Hartmann liefert Text zur „Bierlied“-Melodie

Grasdorf (am). In Grasdorf ist sie so bekannt wie der sprichwörtliche bunte Hund: die Rentnerband. Die Mitglieder sind 13 rüstige Rentner, die Blumen pflanzen, Hecken schneiden, Buswartehäuschen sanieren, Rabatten in Schuss halten und vieles mehr. Mit Musik hat die Gruppe nichts zu tun – bislang. Denn jetzt nahm die Band eine CD auf.
„Wo bleibt denn bloß Dietmar?“, fragt Hans-Adolf Knopp in die Runde älterer Herren. Knopp kramt sein Handy aus der Sakkotasche und tippt eine Nummer ein. Am anderen Ende nimmt keiner ab. Und das ausgerechnet heute, wo es doch gleich nach Salzgitter gehen soll. Die Männer wollen dort ihr „Rentnerlied“ aufnehmen. Natürlich haben die tatkräftigen Grasdorfer nicht etwa vor, die Charts zu stürmen. Die Musik soll die Dekoration für eine Bilderschau sein, die ihre Arbeit in den vergangenen sieben Jahren dokumentiert.
Aber nun fehlt der Sänger Keller. Seine Stimme wird dringend gebraucht, zumal ohnehin vier Männer aus der Truppe wegen anderer Termine nicht dabei sein können. „Unser erster Tenor ist auch nicht da“, brummelt Knopp. Er schaut in Richtung Heinz Husemann: „Der Heinz singt ganz gut. Bei Karl-Heinz ist es manchmal besser, wenn er still ist“, sagt Knopp und grinst seinen Band-Kollegen Hoffmeister an. Nun soll es aber endlich losgehen. Das erste Auto mit Knopp am Steuer setzt sich in Bewegung. Er kennt den Weg aus dem Effeff. Schließlich ist das Tonstudio in der Berufsbildenden Schule Fredenberg in Salzgitter eingerichtet, der Schule, in der Knopp seit 1971 bis zur Pensionierung gearbeitet hat. Die anderen Rentner fahren noch schnell bei Keller vorbei, vielleicht ist der ja nur kurz im Garten und hört das Telefon nicht.
In der Schule wartet Anastasios Mitsopoulos auf die Truppe. Mitsopoulos ist ein ehemaliger Schüler Knopps, jetzt Sozialarbeiter der Schule und heute auch der Produzent der Rentnerband-CD. Knopp und Mitsopoulos umarmen sich herzlich. „Mein liebster Kollege“, stellt der ehemalige Lehrer ihn den anderen vor. Die grüßen freundlich, doch Heinrich Hartmann, der Verfasser des Rentnerliedes, wird gleich dienstlich, warnt Mitsopoulos vor: „Unsere besten Männer sind nicht da.“ Das verschreckt den ehemaligen Schüler nicht. Er geleitet die Männer über lange Flure hindurch bis zum Studio im Erdgeschoss. Dort platziert er die ergrauten Herren vor den drei Mikrofonen, er setzt sich ans Klavier: „Der Text ist ja so ein bisschen zum Feiern, ne?“ Natürlich. Schließlich hat Hartmann es auf die Melodie des „Bierliedes“ gedichtet. „Los, lasst mal hören“, fordert Mitsopoulos mit einem strahlendem Lächeln auf. Und so legen die Grasdorfer los: „Des dienstags früh um Neune trifft sich die Rentnerband. Wir arbeiten drei Stunden lang, drum uns ein jeder kennt.“ Die Wiederholung begleitet er am Klavier. „Habt ihr das Lied bisher mit Piano geprobt?“, will er wissen. „Eigentlich mit“, sagt Knopp und kling dabei eher wie ein Schüler, denn ein ehemaliger Lehrer. „Was heißt hier, eigentlich’? Mit oder ohne?“, hakt Mitsopoulos in Lehrermanier nach.
Mit Klavierbegleitung geht’s weiter. Plötzlich geht die Tür auf, der zweite Teil der Rentnerband ist endlich da. Allen voran Keller – in blauer Latzhose und kariertem Hemd. „Ich wollte gerade den Rasen mähen“, erklärt er. Den Studiotermin hatte er schlichtweg vergessen.
Jetzt sind die Grasdorfer Sänger komplett, es kann losgehen. Beim Refrain „Und nach getaner Arbeit, da schmeckt ein gutes Bier, denn ab und zu da feiern wir – und bleib’n noch etwas hier“ wippen die Herren vorm Mikrofon von einem Bein auf das andere. Viermal singen sie das Lied, dann bekommen sie die erste Rohaufnahme zu hören. „Ihr singt gar nicht so schlecht, das will ich euch mal sagen“, erklärt Mitsopoulos, bevor er den Wiedergabe-Knopf drückt.
Die Männer hören ihren Gesang, dem durchaus anzumerken ist, dass die meisten von ihnen auch in Vereinen singen. „Hört sich jeder raus?“, will der Mann am Klavier wissen. Seine Arbeit wird erst beginnen, wenn die Männer schon wieder auf dem Heimweg nach Grasdorf sind. „Jede Stimme hat eine eigene Klangfarbe“, erklärt Mitsopoulos. Seine Aufgabe sei es, den „harmonischen Brei“ zu einem seidigen Klang zu wandeln, dafür muss er jede Aufzeichnung der drei Mikros später separat bearbeiten. Für Mitsopoulos kein Neuland. Seit 20 Jahren arbeitet er im schuleigenen Tonstudio. Meist sind seine Künstler allerdings ein paar Jährchen jünger als die Sänger, die heute vor den Mikrofonen stehen.
Nach vielen Wiederholungen des Rentnerliedes ist Mitsopoulos endlich zufrieden. Jetzt warten die Grasdorfer mit Spannung darauf, wie die Aufnahme wohl klingen mag. „Das ist ja fast in Arbeit ausgeartet“, bemerkt Knopp. Auch die anderen sind geschafft. Und obwohl es Montag ist und obwohl keine Hecke geschnitten wurde: Nach der CD-Aufnahme gönnen sich die Rentner in Grasdorf erst einmal ein Bier.
HAZ_05.11.10



Nach oben

K I R C H E N - K O N Z E R T   R Ü H R T   D I E   B E S U C H E R 

Frauenensemble mit einem ergreifenden Auftritt im Mahlerter Gotteshaus



Mahlerten (rh). So voll wie beim jüngsten Konzert ist die St. Bartholomäus Kirche sonst nur zu Weihnachten gewesen. Heidrun Heinke und ihrem Frauen-Gesangsensemble „Vocademia“ war ihr guter Ruf voraus geeilt.
Die Sterbestunde Christi war das The-ma. Chorleiterin Heidrun Heinke gelang es, mit ihren Sängerinnen auf melodisch bewegende Weise den schmerzensreichen Weg Jesu nachzuzeichnen. Mit „Veni, veni Emanuel“ betrat der Chor Schritt für Schritt den Kirchenraum, um unter der Kuppel der Krypta in zwei Gruppen das gregorianische „Magnifikat“ aus dem abendlichen Stundengebet der Kirche im Wechsel zu singen.
Im Mittelpunkt des Programms „Musik und Worte zur Passion“ standen die Klagen der trauernden Mutter Gottes. In fünf verschiedenen Kompositionen erklang das „Ave Maria“. Doch kann man mit vokalem Wohlklang die Verzweiflung
fassen, die Eltern packt, wenn sie ein Kind verlieren, geschunden und gekreuzigt? „Ich kann gar nicht daran denken“, suchte Pastor Bernd Ulrich Rüter nach Antworten auf Marias Fragen, die in tief ergreifender Weise von Carina Böttcher vorgetragen wurden. Mit Inbrunst rief die 19-jährige Burgstemmerin klagend Gott an. Das war erschütternd. Etliche Zuhörer zeigten sich gerührt.
Nach den aufwühlenden Worten wirkte das „Ave Maria“ fast besänftigend. Die Mezzo Sopranistin Julia Möschl beeindruckte hier in der berühmten Fassung von Bach/Gounod.
Ihrem Solopart mit der ihr eigenen Perfektion standen gleichnamige Stücke von Brahms, Cherubini, Wawilow und Dubra gegenüber. Felix Mendelssohn Bartholdys „Veni Domini“ und „Dominica“ aus opus 39 gab dann den beiden Gesangsschülerinnen Angelina Biermann und Marian Haunhorst Gelegenheit, im Duett zu glänzen.
Insgesamt entfaltete das Konzert, gekonnt begleitet von Rainer Abraham am Cembalo und an der Orgel, eine ungewöhnlich eindringliche Wirkung. Und als die letzten Takte verklungen waren, blieb es noch lange still im Kirchenraum. Bedächtig schritten die Konzertbesucher schließlich aus der Kirche.

© Hildesheimer Allgemeine Zeitung 06.04.2010



Nach oben

M I T   G O S P E L   I N   D I E   O S T E R W O C H E 

Hochfliegende Hände, begeistertes Mitklatschen, ein Pastor, der locker mit Moderationskarten durchs Programm führt und eine Gemeinde, die geschlossen aufsteht, um aus vollem Halse die Lieder anzustimmen: In der kleinen, voll besetzten Markuskirche ging es an diesem Palmsonntag ganz anders zu, als man es von einem traditionellen protestantischen Gottesdienst erwarten würde. Kein Wunder, es war „Gospelkirche“. Unter der Leitung von Liselotte Lerch drehten die „Holler Gospel Singers“ so richtig auf. Auch im eigentlichen Gottesdienst gestalteten sie das Programm mit – und trafen auf eine Gemeinde, die motivierter kaum sein konnte. „Das ist ein ganz eigener Typ von Gottesdienst, in dem Fröhlichkeit und Lebendigkeit im Mittelpunkt stehen“, erklärte Pastor Christian Ceconi. Superintendent Helmut Aßmann, der einmal im Jahr in der Gospelkirche zu Besuch ist, sieht das ähnlich. „Das hier ist ein Gottesdienst für alle Sinne.“ Die nächste Gospelkirche findet auswärts“ statt: am 25. April in der Michaeliskirche.

© Hildesheimer Allgemeine Zeitung 01.04.2010



Nach oben

" M I R   K O M M E N   A U C H   S C H O N   M A L   D I E   T R Ä N E N " 

Die St.-Andreas-Kantorei führt am Karfreitag Bachs „Matthäus-Passion“ auf / Überraschender Besuch bei der Probe



VON JUTTA RINAS

HILDESHEIM. „War der bestellt?“, fragt ein Chorist aus der Kantorei der St.-Andreas Kirche hinterher ungläubig. Da hat der schwedische Tenor Johann Christensson seinen großen Auftritt im Gemeindesaal schon hinter sich. Es ist keine geplante Begegnung mit der Kantorei, sondern eine spontane – eine, die einer ganz normalen Chorprobe an einem ganz normalen Wochentag ein unerwartetes Glanzlicht aufsetzt.
Es ist Mittwoch, kurz nach 21 Uhr. Während draußen auf dem Kirchplatz ein paar Jugendliche ein Dosenbier nach dem anderen kreisen lassen, probt drinnen die St.-Andreas-Kantorei Bachs „Matthäus-Passion“ für die Aufführung am morgigen Karfreitag in der St. Michaelis-Kirche. Gerade stimmen die Sänger ein schwieriges Stück zum wiederholten Mal an, da öffnet sich plötzlich die Tür, und ein Unbekannter übernimmt das Rezitativ.
„Oh Schmerz! Hier zittert das gequälte Herz“, schmettert er zur Überraschung aller mit schöner, kraftvoller Tenorstimme. „Was ist die Ursach aller solcher Plagen“, hört man vereinzelte Stimmen tapfer weitersingen, die meisten schweigen verblüfft. „Lasst euch nicht stören, ich bin Johann, der Evangelist, aus Schweden“, sagt der Herr in Schwarz, als er merkt, dass sein Auftritt für Irritationen sorgt. Es verstärkt die fast schon absurde Situation noch, dass er – wie in Schweden üblich – die verdutzte Chorgemeinschaft duzt.
Nachdem sich herausgestellt hat, dass Christensson tatsächlich Solist der diesjährigen „Matthäus-Passion“ der St.-Andreas- Kantorei ist, der – gerade aus Paris kommend – spontan „hereinschneit“, besteht die Chor darauf, dass er ein paar Minuten mitsingt. Noten wechseln den Besitzer, dann erklingt Bachs Musik über die Kreuzigungsgeschichte Jesu noch einmal: voller, vielstimmiger als zuvor. Sie habe zuerst auch nicht gewusst, wer der Fremde sei, gesteht später die 32-jährige Organistin Katariina Lukaczewski, die an diesem Abend Andreas-Kantor Bernhard Römer, vertritt. „Es hätte uns aber nichts Besseres passieren können, weil die Stelle ohne Solist viel schwieriger ist“, sagt sie. „Haben wir nicht noch einen Sopran vor der Tür, der mit uns üben will?“
So etwas habe er noch nie erlebt, sagt der 73-jährige Hermann Zuske später lachend. Er muss es eigentlich wissen. Seit mehr als fünfzig Jahren ist er „dabei“, zusammen mit seiner Frau, ebenfalls eine langjährige Choristin, hat er kürzlich „die 105-jährige Mitgliedschaft in der St.-Andreas-Kantorei“ gefeiert. Zuske liebte es schon als Junge zu singen. Instrumentalunterricht hatte er nicht, auch, weil das nach dem Krieg „einfach zu teuer war“. Aber in einem kleinen Kirchenchor sang er und in Konzerte ging er – und nachdem er Händels „Messias“ mit der Andreas-Kantorei gehört hatte, war für ihn klar: „Da will ich hin“. Der frühere Volksschullehrer kann sich nicht mehr erinnern, wie oft er seitdem die „Matthäus-Passion“ gesungen hat: „Mindestens fünf- oder sechs Mal“. Üben muss er sie nicht mehr, der Tenor singt sie vom Blatt. Nervös wird er bei der morgigen Aufführung auch nicht sein, eher freudig gespannt.
Das gilt mit Einschränkungen auch für Claudia Krauss, eine Fachübersetzerin, die ihre erste „Matthäus-Passion“ singt. Sie hat sich zwar extra eine CD gekauft, bei der ihre Stimme hervorgehoben ist, damit sie das Stück zu Hause üben kann. Und sie vermutet, dass sie vor dem Konzert aufgeregt sein wird. Aber wenn es losgeht, dann wird sie ruhig: „Dann fühlt man sich ganz aufgehoben in seiner Stimmgruppe.“ Als bewegende Musik mit „viel Action“ beschreibt die Altistin Bachs Vertonung der Passionsgeschichte. Für die konfessionslose 48-Jährige ist der morgige Auftritt vor allem ein Konzert. Routinier Zuske dagegen empfindet es auch als sehr wichtig, die „Matthäus-Passion“ am Karfreitag aufzuführen, und zwar zu einer für ein Konzert unüblichen Zeit, zur Sterbestunde Jesus Christi um 15 Uhr. „Hier hat die Passionsgeschichte ihren natürlichen Ort“, sagt er – und schwärmt von der Ausdrucksstärke der Bach’schen Musik. Bei dem gewaltigen Schlusschor könnten ihm „auch schon mal die Tränen kommen“.
Einer, der in diesem Jahr zu Ostern so-gar zweimal im Konzert singen wird, ist Jan Haase, 53 Jahre alt, früher mal Cellostudent, jetzt Hausmann, Gelegenheitskraftfahrer und Ehemann von „Debütantin“ Claudia Krauss. Er ist nicht nur Mitglied im großen Chor, sondern auch im Kammerchor von St. Andreas – und für diesen hat sich Andreas-Kantor Bernhard Römer, der beide Chöre leitet, etwas Besonderes ausgedacht. Zum ersten Mal in seiner 20-jährigen Amtszeit in Hildesheim führt er am Ostermontag die Auferstehungshistorie von Heinrich Schütz auf, die die Ostergeschichte erzählt. Jan Haase, der mit 13 Jahren in der St.-Andreas-Kantorei angefangen hat, betont neben der Leidenschaft für die Musik einen anderen Aspekt, der sein Chorleben prägt: „Ich singe hier schon so lange“, sagt er. „Das ist ein zweites Zuhause.“
Bachs „Matthäus-Passion“ mit der St.Andreas-Kantorei ist am morgigen Karfreitag um 15 Uhr in der St.-Michaelis-Kirche zu hören. Die „Auferstehungshistorie“ mit dem Kammerchor Hildesheim erklingt am Ostermontag, 5. April, um 17 Uhr in der St.Andreas- Kirche. Karten gibt es in den HAZ-Servicecentern in Hildesheim, Bad Salzdetfurth und Sarstedt.

© Hildesheimer Allgemeine Zeitung 01.04.2010



Nach oben

F Ü R   N E U E   S T I M M E N   I M M E R   E I N   O F F E N E S   O H R 

Baddeckenstedt. Zufriedene Sänger: Bei der Jahresversammlung des Gemischten Chores Baddeckenstedt konnten die Mitglieder des Vereins auf ein gutes Jahr zurückblicken. Denn durch ein Projektwochenende wurden einige neue Mitglieder gewonnen. Trotzdem ist der Chor weiter auf Stimmenfang und freut sich auf neue Mitstreiter. Chorleiter André Hammerschmied lobte die gute Probenpräsenz der Sänger. Für das laufende Jahr plant der Chor unter anderem ein Frühlingssingen im Gewächshaus der Firma Roll-wage sowie einen musikalischen Nachmittag mit befreundeten Singgemeinschaften auf dem Hof Lampe. Für 35-jähriges oder 40-jähriges aktives Singen wurden Ingrid Mönning und Ingeborg Trojak-Jäger geehrt. Ehrenmitglied Werner Kabisch bekam für seine 55-jährige Treue zum Chor eine Urkunde und ein Präsent. Die zur Wahl stehenden Vorstandsmitglieder Inken Paulsen-Schnarr (Vorsitzende), Edeltraud Zotzmann (Kassenwartin) sowie Petra Ottmers (Beisitzerin) wurden in ihren Ämtern bestätigt. Auf dem Bild: Werner Kabisch, Ingeborg Trojak-Jäger, Inken Paulsen-Schnarr, Ingrid Mönning und Karl-Hermann Ossenkop.

© Hildesheimer Allgemein Zeitung 09.03.2010



Nach oben

I H R   G E S A N G   I S T   B R A N D M E I S T E R H A F T 

Hildesheimer Feuerwehrmänner singen seit 25 Jahren im Chor / Stadtdirektor war entzückt

Hildesheim (wo). Aus einer fröhlichen Stimmung heraus wurde 1985 der Feuerwehrchor Hildesheim, noch unter dem Namen Brandmeisterchor, gegründet, und fröhlich ging es auch jetzt zu, als der Chor seinen 25. Geburtstag feiern konnte.
War es vor 25 Jahren zunächst nur eine Idee, von der niemand wusste, was daraus werden würde. So zeigte sich jetzt, dass damals der Grundstein für eine erfolgreiche, feste Einrichtung der Feuerwehr gelegt worden ist. Auf die man in der Hildesheimer Feuerwehr stolz ist. Zu Recht, wie einige der Ehrengäste der Feier im Itzumer Feuerwehrhaus in ihren Grußworten betonten.
Damals, das war an einem Kameradschaftsabend während einer Tagung für Führungskräfte der Feuerwehr in Hohegeiß, als 16 singesfreudige Kameraden beschlossen, sich künftig regelmäßig zum gemeinsamen Singen zu treffen. Seit diesem denkwürdigen Tag ist der Chor unzählige Male in der Öffentlichkeit aufgetreten, er hat eigene Veranstaltungen geboten, andere umrahmt und zu Geburtstagen und Jubiläen gesungen.
Josef Müller, Chorleiter von Beginn an, erinnerte in seinem Rückblick an die bedeutendsten Auftritte, wie den zum 125-jährigen Bestehen des Landesfeuerwehrverbandes in der Stadthalle in Hannover oder das Benefizkonzert zum 15-jährigen Bestehen des Chores und auch den „für einen Feuerwehrchor nicht alltäglichen Auftritt“, bei der Eröffnungsfeier des Wasserparadieses, angesichts der hohen Luftfeuchtigkeit für die Sänger eine harte Probe: „Stellen Sie sich vor, alle Besucher in Badehose oder Badeanzug, und wir in voller Feuerwehruniform, die am Schluss so viel Feuchtigkeit aufgenommen hatte, dass sie dem Körper fast angepasst war, der Text war so eben noch lesbar, und dann noch fröhlich zu singen: Pack die Badehose ein. Wir hätten lieber singen sollen: Wassertropfen, die auf uns nieder tropfen!“
Er freute sich, feststellen zu können, dass der Chor, einer von 52 in ganz Deutschland, mit seinen derzeit 31 Sängern zu einer Einheit zusammengewachsen sei, immer mit dem Ziel, „mit dem Singen uns selbst und die Herzen der Menschen zu erfreuen und zu bewegen“. Zu seinem Rückblick gehörte auch der Dank an viele, die den Chor geprägt und unterstützt haben, vom Mitgründer und langjährigen Vorsitzenden Franz Kohlenberg, über den ehemaligen Stadtdirektor Walter Hoffmann und den heutigen Vorsitzenden, Ehrenstadtbrandmeister Rudolf Plötze, bis zu den Aktiven, den Solisten und den musikalischen Begleitern.
Das schönste Lob hörten die Sänger sicherlich von Walter Hoffmann, der ihnen zum einen bescheinigte, „überhaupt nicht älter geworden zu sein“, und zum anderen aber auch besonders die musikalische Qualität ihres Gesangs würdigte: „Sie bilden einen Chor, der singen kann, sonor und kräftig, dem man stundenlang zuhören kann.“ Und natürlich bot auch die Jubiläumsfeier zur Freude der Gäste Gelegenheit, das unter Beweis zu stellen.
Offen blieb dagegen die Frage, ob beim nächsten Jubiläum vielleicht auch Frauen mitsingen werden? Bisher wisse er nur von einer Feuerwehrfrau, die Interesse am Singen in diesem Chor habe, meinte Vorsitzender Plötze.

© Hildesheimer Allgemeine Zeitung 24.03.2010



Nach oben

G E M E I N S C H A F T S K O N Z E R T   I N   W E H R S T E D T 

Wehrstedt. Zu den Klängen „Walk in the Light“ marschierten die Sänger des Gesangvereins „Hoffnung Wehrstedt“ in den Saal der Gaststätte „Ossenkopp“ ein. Zahlreiche Gäste folgten der Einladung des Chores zum Frühjahrskonzert. Mario Rosenberger dirigierte die 18 Sängerinnen und 14 Sänger. Fredi Köster führte als Moderator durch den Abend und sagte auch den Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Wehrstedt an, der sich ebenfalls am Konzert beteiligte. In den Stimmlagen Sopran, Alt, Tenor und Bass präsentierten die Sänger ihren Gästen heitere und besinnliche Lieder. Die Polka „Auf der Vogelwiese“ boten Feuerwehrmusiker und Sänger gemeinsam dar. Auch das „Wehrstedtlied“ durfte an diesem Abend nicht fehlen.

© Hildesheimer Allgemeine Zeitung 24.03.2010



Nach oben

G O S P E L   B E G E I S T E R T   P U B L I K U M   I N   S O T T R U M 

Sottrum. „Come let uns sing…“ mit diesem Song liefen mehr als 40 Sänger des Holler Gospel Chors in die überfüllte Martin-Luther-Kirche in Sottrum ein. Begleitet wurden sie von Martin Koch am Piano, Michael Porger am Bongo und den Gitarristinnen Heike Hillebrand, Ulrike Hochhaus und Martina Damnig. Pastor Spiegel Albrecht begrüßte die Gäste und hob hervor, dass der Chor eine Bereicherung in der Kirchenregion sei und auch den ökumenischen Geist ein gutes Stück vorangebracht habe. Auf das „Geburtstagslied“ folgten zunächst Spirituals wie „Go down Moses“ ( Moses fordert die Freilassung des Volkes Israel aus der ägyptischen Gefangenschaft), „Freedom is coming – Jesus is coming“ (Wir glauben daran, dass Jesus kommt und mit ihm auch Freiheit), „Michael row the boat ashore“ (Wenn alle mithelfen, und wir Jesus auf der anderen Seite des Flusses vertrauen, kommen wir sicher ans Ufer). Anschließend erklangen Songs aus Kamerun, begleitet von Instrumenten wie Bongo, Djemba, Glocke und Rasseln. Beim Kindergospel „Gott strahlt wie die Sonne“ durften auch die Kinder im Publikum mitwirken und das Lied mit Rasseln begleiten. Eingeschlossen in den deutschen Gospelrock „Über allem ist die Liebe“ und dem gesungenen „Vater unser“ verlas Pastor Spiegel Albrecht einen Brief von Margot Käßmann, in dem sie sich zu ihrem Rücktritt äußert. Dieser wurde in den Gottesdiensten aller Gemeinden der Landeskirche Hannover vorgetragen. Nach „This little light von mine“ und „Bless the Lord“ gab es stürmischen Applaus, für den sich die Holler Gospel Singers mit der stimmungsvollen Zugabe „Shine your light“bedankten.
Mit Kerzen in der Hand zogen sie singend aus der Kirche und bildeten Spalier für alle.

© Hildesheimer Allgemeine Zeitung 06.03.2010



Nach oben